Geschichte

Schießsportabteilung

der St. Laurentius Schützenbruderschaft Thüle 1711 e.V.

Stadt Salzkotten - Bezirk Büren



Im April 1983 wurde durch die St.Laurentius Schützenbruderschaft Thüle eine Interessenversammlung einberufen, auf der Bezirksschießmeister Günter Budde über den Schießsport im Bund der Historischen Deutschen Schützen-bruderschaften referierte. Bei der benachbarten Bruderschaft Bentfeld wurden wertvolle Anregungen zur Gründung einer Schießsportabteilung eingeholt.

Am 4.Mai 1983 wurde die Schießsportabteilung durch Vorstandsbeschluss der Schützenbruderschaft gegründet und Alois Mommert wurde zum ersten Schießmeister ernannt. Gemeinsam mit Meinolf Votsmeier, Heinz Bertelsmeier und Heinz Stripmeier wurde ein Schießleiterlehrgang besucht und mit dem Bau eines Luftgewehrschießstandes mit 4 Bahnen wurde begonnen.
Am 27.November 1983 wurde der erste Schießstand im Saal des Vereinslokales "Zum Kamin" feierlich eröffnet. Mit 16 Schützen wurde der Schießbetrieb aufgenommen. Die Abteilung besaß zu diesem Zeitpunkt 4 Luftgewehre, die auch noch Heute im Schießbetrieb eingesetzt werden.

An den Rundenwettkämpfen wurde erstmals in der Saison 1984/85 mit zwei Schützenmannschaften sowie einer Jugendmannschaft teilgenommen.

1985 wurden erstmals Leistungsabzeichen für besondere sportliche Leistungen verliehen.

Im Februar 1986 wurde Meinolf Votsmeier zum Schießmeister und Alois Mommert zu seienem Stellvertreter gewählt. Der Schießmeister wurde in der Position eines Felwebel im erweiterten Vorstand etabliert. Zu diesem Zeitpunkt zählte die Abteilung 25 aktive Schützen. In diesem Jahr wurden erstmals Stadtmeisterschaften ausgerichtet, an denen die Schießsportabteilung ebenfalls teilnahm.



Bereits im Jahr 1987 standen erneut Wahlen zum Vorstand der Schießsportabteilung an, da die Amtsperiode von bis dato 2 Jahre, auf die in der Schützenbruderschaft üblichen 5 Jahre angeglichen wurde. Ebenfalls wurde die Position des Schriftführers eingerichtet, zu dem Heiner Käuper gewählt wurde.
Als Auszeichnung für besondere Schießleistungen wurden in diesem Jahr Schützenschnüre eingeführt, die an der Uniform getragen werden. Diese werden seither am Schützenfest Samstag vor den angetretenen Schützen verliehen.

Mit Inkrafttreten der neuen Satzung der Schützenbruderschaft im Jahr 1988 wurde der Schießmeister Offizier im engeren Vorstand.

Ein Glückfall für die Schießsportabteilung war der Bau des Bürgerhauses in Thüle im Jahr 1988. Durch frühzeitige Einflussnahme auf die Planungen und umfangreiche Eigenleistungen konnte ein jahrelanger Traum verwirklicht und eine moderne Anlage mit 8 Ständen für Luftgewehr und Luftpistole mit großzügigen Aufenthaltsräumen errichtet werden. Die Einweihung mit dem Segen des Präses der Bruderschaft erfolgte am 19. März 1989.
Der neue Schießstand machte es möglich, bereits im April 1989 die Bezirksmeisterschaften durchzuführen.

Seit der Saison 1990/1991 werden die Vereinsmeister in den jeweiligen Klassen nicht mehr wie bisher, an einem Abend ermittelt, sondern durch Schnittwertung der gesamten Trainingssaison. Zu diesem Zeitpunkt besitzt die Abteilung sieben Vereinsgewehre.

Eine weitere Neuerung ergab sich in der Saison 1992/1993. Die Trainingsergebnisse wurden per PC erfasst. Dadurch konnte wöchentlich der aktuelle Stand der Vereinsmeisterschaft von den Schützen eingesehen werden, was die Leistungen merklich ansteigen ließ.

1992 erhielt die Abteilung eine beachtliche Geldspende der Fa. H+P Buthe OHG. Dadurch konnte die Schießsportabteilung vier neue Luftgewehre und einen entsprechenden Waffentresor erwerben.
Bei den Vorstandswahlen in diesem Jahr wurde das Gremium um den Waffenwart und den Kassierer erweitert. Alois Mommert wurde der erste Waffenwart. Seine bisherige Funktion des 2. Schießmeisters übernahm Wolfgang Wunderlich. Neuer Schriftführer wurde Rolf Buchenau. Zum Kassierer wurde Heinrich Stripmeier gewählt.

Anläßlich des 10-jährigen Bestehens der Schießsportabteilung wurde im März 1993 die Stadtmeisterschaft mit 226 Sportschützen ausgerichtet. Für die Thüler Bevölkerung wurde am Christkönigstag ein Preisschießen durchgeführt. In diesem Jahr betrieben 15 Schützen, sowie 25 Schüler und Jugendliche den aktiven Schießsport.

Im Jahr 1995 wurde der Aufenthaltsraum in den großen Gruppenraum verlegt, da die Mitgliederzahlen stetig angestiegen waren. Dadurch konnte der bisherige Aufenthaltsraum zum Waffentresorraum umgebaut werden. Weitere Waffentresore wurden angeschafft, um den Mitgliedern die sichere Unterbringung deren Privatwaffen zu ermöglichen.

Besonders treffsicher erwies sich in diesem Jahr der Schülerprinz Andreas Strunz und schaffte es bis zum Bundesprinzeschießen im Rahmen des Bundesschützenfest am 09.09.1995 in Schoß Neuhaus.

Bei den Vorstandswahlen im Jahr 1997 beendete Alois Mommert seine Vorstandstätigkeit, die er seit der Gründung in verschiedenen Ämtern ausgeführt hatte. Frank Heinzner wurde neuer Waffenwart. Auch der Kassierer Heinrich Stripmeier, der zu den Gründungsmitgliedern zählt, stellte sein Amt zur Verfügung, das Markus Gerdesmeier dann übernahm.
In diesem Jahr stellte die Abteilung mit Mario Bergschneider den Bezirks- und Diozesanjungschützenprinz. Der Schießmeister Meinolf Votsmeier errang die Königswürde.

Im Jahr 1998 wurde Mathias Altenrichter, ebenfalls ein Mitglied der Abteilung, Bezirksjungschützenprinz. In diesem Jahr wurde erstmals eine Vereinsmeisterschaft in der Damenklasse ausgetragen.

Im Jahr 2000 schaffte es der amtierende Schülerprinz Christian Cornelsen, sich für das Bundesprinzenschießen in Erkelenz zu qualifizieren. Ebenfalls wurde in diesem Jahr eine Auswertmaschine für Schießscheiben angeschafft. Diese Maschinen gehören mittlerweile zum Standard auf jedem Schießstand, was im Jahr 2000 noch lange nicht der Fall war.
Die Abteilung zählte 58 Mitglieder und nahm mit 6 Mannschaften an den Rundenwettkämpfen teil.

Der Bezirksjungendpokal konnte in den Jahren 1994, 1995, 1997, 1999 und 2000 errungen werden. Der Bezirksschülerpokal wurde in den Jahren 1998, 1999 und 2000 gewonnen.

In der Zeit vom 9. bis 11. März 2001 fanden zum 2. Mal die Bezirksmeisterschaften in Thüle statt. Insgesamt 328 Einzelstarter waren zu dem Schießen gemeldet. Christoph Tüllmann (Schülerklasse) und Markus Stümmler (Schützenklasse) wurden Bezirksmeister. Die Schülermannschaft errang ebenfalls den 1. Platz.
Beim Bezirksprinzenschießen in diesem Jahr wurde Thomas Bertelsmeier Bezirksjugendprinz. Er vertrat den Bezirk beim Diözesanprinzenschießen in Beverungen, wo er den 3. Platz belegte und sich damit auch für das Bundesprinzenschießen in Emmerich qualifizierte.

Auch am Kreisschützenfest 2001 in Thüle beteiligte sich die Abteilung aktiv und führte das Königsschießen durch.

Bei den Vorstandswahlen im Jahr 2002 beendete Meinolf Votsmeier seine Vorstandstätigkeit, die er seit der Gründung in verschiedenen Ämtern und seit 1986 als Schießmeister ausgeführt hatte. Auch der 2. Schießmeister Wolfgang Wunderlich stellte sein Amt zur Verfügung. Dirk Berhorst wurde zum neuen Schießmeister und Markus Stümmler zu seinem Stellvertreter gewählt. Seit diesem Jahr tragen beide Schießmeister ein entsprechendes Emblem auf dem rechten Unterarm der Uniform.
Bei den Bezirksmeisterschaften 2002 in Boke konnte Irmgard Gerdes den Einzelsieg in der Damenklasse erringen. Ebenfalls in diesem Jahr schaffte die 1. Schützenmannschaft den Aufstieg in die 1. Bezirksklasse.
Am 29.06.2002 errang der neue Schießmeister Dirk Berhorst die Königswürde der Bruderschaft.

Im Sommer 2002 wurde der Schießstand, der mittlerweile seit 13 Jahren im Bürgerhaus eingerichtet war, renoviert und teilweise umgebaut, um den aktuellen Anforderungen gerecht zu werden.

Bei den Stadtmeisterschaften 2002 war die Abteilung sehr erfolgreich. In der Schüler-, Jugend-, und Schützenklasse wurde die jeweilige Mannschaft Stadtmeister. Auch in der Vereinswertung konnte dieser Titel errungen werden. Sven Buchenau sicherte sich den Einzelsieg in der Schülerklasse.
Mit dem Trainingsbeginn zur Saison 2003 wurde ein Trainigstag speziell für Schüler und Jugendliche eingeführt, um die Nachwuchsarbeit zu intensivieren.

Im April 2004 wurden Richard Brosowski und Wilfried Liebich zu Jugendleiten ausgebildet. Diese Ausbildung war für weitere Jugendarbeit unerlässlich.

Die Stadtmeisterschaften 2004 wurden erneut mit insgesamt 278 Startern in Thüle ausgetragen. Von der Schießsportabteilung wurde ein Stadtmeisterpokal für den siegreichen Verein als Wanderpokal gestiftet.
Bernhard Santüns wurde Stadtmeister in der Altersklasse aufgelegt.

Durch Sponsoren war es möglich, ein neues Gewehr für die Schüler und Jugendlichen anzuschaffen. Die Mitgliederzahl war mittlerweile auf 77 Mitglieder angewachsen.

Im Juni 2005 wurden zwei neue Pressluftgewehre angeschafft. Eines wurde aus der Abteilungskasse finanziert, das andere wurde von einem Schützenbruder gestiftet. Dadurch stehen der Abteilung, und dabei besonders den Jugendlichen, nun insgesamt 3 leichte Gewehre zur Verfügung.

Um noch mehr Augenmerk auf die Jugendarbeit zu legen, wurde auf der Jahreshauptversammlung 2006 der Vorstand um den Jugendwart erweitert. Richard Brosowski wurde in diese Funktion gewählt.

Seit 2006 wir das Vogelschießen der Schützenbruderschaft durch die Schießsportabteilung ausgerichtet. Im Mai 2006 wurde die 1. Dorfmeisterschaft im Luftgewehrschießen ausgerichtet. 217 Starter nahmen in 23 Mannschaften daran teil. Im Januar 2007 wurde diese Meiserschaft wiederholt. Mit 252 Startern in 32 Mannschaften wurde der große Erfolg aus dem Vorjahr noch übertroffen. Diese Meisterschaft soll nun in jedem Jahr Anfang Januar durchgeführt werden.

Im Mai 2007 stiftete der ehemalige Schießmeister und Gründer der Schießsportabteilung, Alois Mommert, einen Wanderpokal, der im Jubiläumsjahr 2008 das 1.Mal ausgeschossen wird.

Im Juni 2007 nahmen Markus Stümmler, Dirk Berhorst, Franz-Josef Klocke, Franz-Alexander Sonntag, Michael Strunz unt Günter Modler an einem Jugendleiterlehrgang teil.

Gruppenfoto 2008

Am 19. April 2008 feierte die Schießsportabteilung mit 300 Gästen das 25-jährige Jubiläum in der Thüler Mehrzweckhalle.
Bei Preisen wie vor 25 Jahren wurde ein geselliger Abend verbracht. Besonderer Höhepunkt war das Ehrenkreuz in Silber für Meinolf Votsmeier.

Mit dem Ehrenkreuz des Sport in Bronze für ihre besonderen Verdienste wurden bisher Heinrich Stripmeier, Alois Mommert, Wolfgang Wunderlich, Meinolf Votsmeier, Rolf Buchenau, Richard Brosowski und Dirk Berhorst ausgezeichnet.

Das Ehrenkreuz des Sports in Silber trägt Meinolf Votsmeier.

Seit dem Bestehen der Abteilung wurden immer wieder Mitglieder zu Schießleitern durch den Diozesanverband ausgebildet. 15 Schießleiter und 7 Jugendschießleiter stehen zur Verfügung, um eine sichere Ausübung dieses interessanten Sports zu gewährleisten.