Satzung

Geplante Satzungsänderung zur Generalversammlung 2019
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Satzung
der
St. Laurentius-Schützenbruderschaft Thüle 1711 e.V.


§ 1

Name und Sitz

Der Name des Vereins lautet:

St. Laurentius-Schützenbruderschaft Thüle 1711 e.V.

in

33154 Salzkotten-Thüle

Der Verein ist unter dem Namen im Vereinsregister des Amtsgerichtes Paderborn eingetragen. Die Bruderschaft ist dem Diözesanverband der Erzdiözese Paderborn, sowie dem Zentralverband der historischen Deutschen Schützenbruderschaften e.V. Köln und dem Bund der St. Sebastianus-Schützenjugend (BDSJ) angeschlossen.

§ 2

Wesen und Aufgaben

Die St. Laurentius-Schützenbruderschaft stellt sich folgende Aufgaben:

  1. Pflege und Förderung des christlichen Lebens, insbesondere durch Teilnahme an den Prozessionen der Pfarrgemeinde St. Laurentius zu Pfingsten, Fronleichnam und Laurentius.
  2. Schutz der christlichen Sitte und Kultur.
  3. Pflege heimatlichen Brauchtums (traditionelles Fahnenschwenken)
  4. Förderung der Dorfgemeinschaft durch Gestaltung brüderlicher Geselligkeit.
  5. Schießsportliche Betätigung nach den Leitsätzen und Regeln des Zentralverbandes.
  6. Förderung und Pflege der Jugendarbeit gemäß dem Statut der St. Sebastianus-Schlützenjugend.

§ 3

Gemeinnützigkeit

Die St. Laurentius-Schützenbruderschaft verfolgt unmittelbar ausschließlich schützenbrüderliche, christliche, mildtätige und gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung. Der Verein ist selbstlos tätig, er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Etwaige Gewinne dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden.
Die Mitglieder erhalten keine Gewinne und in ihrer Eigenschaft als Mitglieder auch keine sonstigen Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Sie haben bei ihrem Ausscheiden und bei Auflösung oder bei Aufhebung des Vereins keine vermögensrechtlichen Ansprüche gegen den Verein. Keine Person darf durch Verwaltungsaufgaben, die den Zwecken des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

§ 4

Mitgliedschaft

  1. Mitglied der Bruderschaft kann jede männliche christliche Person werden, die das 14. Lebensjahr vollendet hat.
  2. Die Beitrittserklärung wird vom Schriftführer entgegengenommen. Über die Aufnahme eines Mitgliedes entscheidet der Vorstand mit einfacher Mehrheit.
  3. Die Mitgliedschaft endet durch:
    • Austritt
    • Tod
    • Ausschluß
    Das ausscheidende Mitglied hat auf das Vermögen der St. Laurentius-Schützenbruderschaft und auf Auseinandersetzung keinen Anspruch.
  4. Jedes Mitglied hat das Recht, zum Schluß eines Kalenderjahres aus der Schützenbruderschaft auszutreten. Der Austritt muß schriftlich erfolgen. Die Abmeldung muß spätestens am Schluß des Kalenderjahres beim Schriftführer vorliegen. Spätestens bei Austritt wird der Beitrag für das laufende Kalenderjahr fällig.
  5. Die Mitgliedschaft endet mit dem Tod. Ein entrichteter Jahresbeitrag wird nicht zurückerstattet.
  6. Ein Mitglied kann ausgeschlossen werden bei:
    • Nichtbeachtung der Satzung,
    • schwerwiegender Schädigung des Ansehens der Bruderschaft in der Öffentlichkeit,
    • Rückstand des Jahresbeitrages trotz zweimaliger schriftlicher Mahnung,
    • Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte.

Der Ausschluß geschieht auf schriftlich begründeten Antrag des Vorstandes. Über den Ausschluß entscheidet der Vorstand mit 2/3 Stimmenmehrheit der anwesenden Mitglieder. Wird ein Ausschlußverfahren gegen ein Vorstandsmitglied eingeleitet, erfolgt bis zur Rechtswirksamkeit Suspendierung vom Amt. Der Ausschluß ist dem Betroffenen innerhalb von 2 Wochen schriftlich mitzuteilen. Eine Berufung ist nicht möglich.

§ 5

Rechte und Pflichten

Jedes Mitglied hat das Recht, am Vereinsleben der Bruderschaft teilzunehmen und ist in den Versammlungen stimmberechtigt. Mit Vollendung des 18. Lebensjahres ist ein Mitglied für ein Amt in der Bruderschaft wählbar. Das Mindestalter gilt nicht für die Träger der Marienfahne. Jedes Mitglied ist verpflichtet, sich für die Aufgaben der Bruderschaft einzusetzen und die Satzung genau zu beachten. Die Annahme eines Amtes in der Bruderschaft ist als Ehrenpflicht zu betrachten. Die Mitglieder sollen an allen Veranstaltungen sowie am Begräbnis verstorbener Schützenbrüder teilnehmen. Der von der Mitgliederversammlung festgesetzte Jahresbeitrag ist satzungsgemäß zu entrichten.

§ 6

Ehrenmitgliedschaft

Mitglieder, die sich um das Wohl der Gemeinde oder der Bruderschaft besonders verdient gemacht haben, können durch die Mitgliederversammlung mit 2/3 Stimmenmehrheit der anwesenden Mitglieder zu Ehrenmitgliedern ernannt werden. Sie sind stimmberechtigt und beitragsfrei.

§ 7

Mitgliedsbeiträge

Die Höhe der Beiträge wird von der Mitgliederversammlung festgelegt. Sie werden im Lastschriftverfahren unmittelbar nach der Mitgliederversammlung eingezogen. Jugendliche bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres zahlen die Hälfte des Jahresbeitrages. Beitragsfrei sind Mitglieder, die das 70. Lebensjahr vollendet haben, Ehrenmitglieder und geborene Mitglieder. Wehr- und Ersatzdienstleistende können auf Antrag für 1 Jahr vom Beitrag befreit werden.

§ 8

Organe

Organe der Bruderschaft sind:

  • der Vorstand,
  • die Mitgliederversammlung

§ 9

Vorstand

Der Vorstand besteht aus:

  • Oberst
  • Major
  • Hauptmann
  • Adjutant
  • Schriftführer
  • Stellvertreter des Schriftführers
  • Kassenwart
  • Stellvertreter des Kassenwartes
  • Zugführer "Ost"
  • Zugführer "West"
  • Schießmeister

Zum erweiterten Vorstand gehören:

  • als Präses der Pastor der St. Laurentius Pfarrgemeinde Thüle
  • der amtierende König
  • die Königsoffiziere
  • die Mitglieder des Offizierscorps, soweit sie nicht dem Vorstand angehören,
  • Jungschützenmeister
  • Kompaniefeldwebel (Spieß)
  • Platzfeldwebel
  • 1 Feldwebel je Zug als stellvertretender Zugführer
  • 3 Unteroffiziere je Zug
  • Träger der Marienfahne

§ 10

Gesetzlicher Vorstand

Den gesetzlichen Vorstand im Sinne des § 26 BGB bilden

  • der Oberst
  • der Major
  • der Schriftführer
  • der Kassenwart

Zwei Mitglieder des gesetzlichen Vorstandes sind befugt, die Bruderschaft gerichtlich und außergerichtlich zu vertreten. Rechtsverbindliche Erklärungen der Bruderschaft werden von zwei Mitgliedern des gesetzlichen Vorstandes abgegeben. Die Amtsdauer des gesetzlichen Vorstandes erlischt mit der Eintragung des neugewählten Vorstandes im Vereinsregister.

§ 11

Wahl des Vorstandes

Der gesamte Vorstand nach § 9 mit Ausnahme

  • der Zugführer,
  • des Schießmeisters,
  • des Jungschützenmeisters,
  • der Königsoffiziere,
  • der Unteroffiziere,
  • der Zugfeldwebel (stellvertretender Zugführer)

wird von der Mitgliederversammlung auf die Dauer von 5 Jahren gewählt. Wiederwahl ist möglich. Der Vorstand bleibt bis zur Neuwahl im Amt.
Beim vorzeitigen Ausscheiden eines Vorstandsmitgliedes erfolgt die Ersatzwahl für den Rest der Amtszeit in der nächstfolgenden Mitgliederversammlung.

Die Zugführer, die Zugfeldwebel und die Unteroffiziere werden von dem jeweiligen Zug gewählt. Der Schießmeister und der Jungschützenmeister werden von der jeweiligen Abteilung gewählt. Die Leitung der Wahl obliegt einem von der Mitgliederversam-mlung mit einfacher Mehrheit zu wählenden Wahlleiter.

Die Wahl des Vorstandes erfolgt durch Stimmzettel mit absoluter Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Steht nur ein Mitglied zur Wahl, kann auf Antrag von 1/3 der anwesenden Mitglieder die Abstimmung durch Handzeichen erfolgen. Stimmenthaltungen und ungültige Stimmen werden nicht berücksichtigt.

Erreicht im 1. Wahlgang keiner der Kandidaten die erforderliche Stimmenmehrheit, wird im 2. Wahlgang eine Stichwahl zwischen den beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen durchgeführt. Bei Stimmengleichheit im 2. Wahlgang entscheidet das Los.

Die Mitglieder des erweiterten Vorstandes werden mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen durch Handzeichen gewählt. Auf Antrag von 1/3 der anwesenden Mitglieder muß die Wahl geheim durch Stimmzettel erfolgen. Bei Stimmengleichheit zwischen 2 Kandidaten wird eine Stichwahl durchgeführt. Bei Stimmengleichheit im 2. Wahlgang entscheidet das Los.

Die Gewählten müssen unmittelbar nach der Wahl erklären, daß sie die Wahl annehmen. Bei Abwesenheit muß eine schriftliche Bestätigung vorliegen.

§ 12

Aufgaben des Vorstandes

Aufgaben des Vorstandes sind die:

  1. Führung der laufenden Geschäfte
  2. Verwaltung und Verwahrung des Vereinsvermögens
  3. Rechnungslegung über das abgelaufene Geschäftsjahr
  4. Erstattung des Tätigkeitsberichtes
  5. Führung des Mitgliederverzeichnisses
  6. Aufnahme neuer Mitglieder
  7. Ausschluß eines Mitglieds mit 2/3 Mehrheit

Die Vorstandssitzungen werden vom Oberst, im Falle seiner Verhinderung, von seinem Stellvertreter einberufen und geleitet. Zu den Vorstandssitzungen kann auch der erweiterte Vorstand eingeladen werden. An der Vorbereitung des Schützenfestes und der jährlichen Mitgliederversammlung ist der erweiterte Vorstand zu beteiligen. Der Vorstand ist beschlußfähig, wenn mehr als 50 % Mitglieder anwesend sind. Bei Stimmengleichheit gilt ein Antrag als nicht angenommen. Der gesetzliche Vorstand nach § 26 BGB darf nur durch Vorstandsbeschluß genehmigte Erklärungen abgeben. Zuwiderhandlungen gelten als Verstoß gegen diese Satzung. Werden von Vertretern des gesetzlichen Vorstandes Erklärungen abgegeben, die nicht vom Vorstand beschlossen worden sind oder nachträglich genehmigt werden, besteht Schadensersatzpflicht. Der Vorstand und der erweiterte Vorstand können über Ausgaben bis zur Höhe von 50 % der Beiträge im Einzelfall verfügen. Die Beschlüsse sind vom Schriftführer in ein Protokollbuch einzutragen und vom Vorstand zu unterzeichnen.

§ 13

Aufgabenverteilung des Vorstandes

Für die Wahrnehmung und Durchführung aller Aufgaben ist der Vorstand in seiner Gesamtheit der Bruderschaft verantwortlich.

Der Oberst ist der Repräsentant der Bruderschaft. Er beruft und leitet die Sitzungen des Vorstandes und die Mitgliederversammlungen. Zusammen mit dem Kassenwart kann der Oberst im Einzelfall für außerordentliche Ausgaben über einen Betrag bis zur Höhe von 20 % der Mitgliederbeiträge des laufenden Jahres verfügen. Der Oberst hat jederzeit das Recht, eine Prüfung vorzunehmen oder durch die gewählten Kassenprüfer vornehmen zu lassen.

Der Major vertritt den Oberst im Falle seiner Verhinderung. Er ist für eine ordnungsgemäße Aufbewahrung der Sachwerte der Bruderschaft verantwortlich.

Der Hauptmann organisiert und leitet die Aufzüge der Bruderschaft in der Öffentlichkeit. Im Falle seiner Verhinderung bestimmt er in Abstimmung mit dem Oberst den Vertreter.

Der Adjutant hat den Oberst oder dessen Stellvertreter bei den repräsentativen Aufgaben zu unterstützen. Er hat auf dessen Weisung zu fungieren und dem Oberst besondere Meldungen zuzuleiten.

Der Kassenwart ist für das Finanzwesen der Bruderschaft verantwortlich. Er hat alle Einnahmen und Ausgaben mit der Sorgfalt des ordentlichen Kaufmanns aufzuzeichnen und die Belege zu verwahren. Er hat den Jahresabschluß zu erstellen und Rechnung zu legen. Geldmittel sind bankmäßig anzulegen.

Der stellvertretende Kassenwart vertritt den Kassenwart im Falle seiner Verhinderung und unterstützt ihn bei seinen Aufgaben.

Dem Schriftführer obliegt das Schriftwesen der Bruderschaft. Er führt und verwahrt das gesamte Schriftwerk und das Mitgliederverzeichnis. Er fertigt die Protokolle über die Vorstandssitzungen, die in einem fortlaufend geführten Protokollbuch einzutragen sind.

Der stellvertretende Schriftführer vertritt den Schriftführer im Falle seiner Verhinderung und unterstützt ihn bei seinen Aufgaben. Er fertigt die Protokolle der Mitgliederversammlung, die in einem fortlaufend geführten Protokollbuch einzutragen sind.

Der Präses wahrt die geistigen und kirchlichen Aufgaben der Bruderschaft.

Die Zugführer haben die Beschlüsse und Interessen der einzelnen Züge zu vertreten.

Der Schießmeister hat die Beschlüsse und Interessen der Schießsportabteilung zu vertreten.

Vorstandsmitglieder, die für bestimmte Zeit ihr repräsentatives Amt nicht ausführen können, bestellen hierfür einen Vertreter. Innerhalb des Vorstandes nehmen die Vorstandsmitglieder weiterhin ihr gewähltes Amt wahr. Weitere Aufgaben der Vorstandsmitglieder werden innerhalb des Vorstandes geregelt. Diese Bestimmungen gelten auch für den erweiterten Vorstand.

§ 14

Kassenprüfung

Die Mitgliederversammlung wählt für das laufende Geschäftsjahr zwei Kassenprüfer. Sie prüfen jährlich vor der Mitgliederversammlung die Führung der Kassenbücher, die Bestände, Vermögenswerte und Belege und erstatten der Mitgliederversammlung Bericht.

§ 15

Mitgliederversammlung

Jährlich, möglichst am 1. Samstag im Februar, sollte die ordentliche Mitgliederversammlung einberufen werden. Außerordentliche Mitgliederversammlungen können bei Bedarf einberufen werden. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung muß einberufen werden:

  • wenn 10 % der Mitglieder dies unter Angabe der Gründe schriftlich beim Oberst beantragen oder
  • ein Beschluß einer Zugversammlung mit Angabe der Gründe vorliegt.

Die Mitgliederversammlung wird vom Oberst oder dessen Stellvertreter einberufen und geleitet. Zur Mitgliederversammlung ist mindestens eine Woche vorher durch Bekanntmachung im Aushang unter Angabe der Tagesordnung einzuladen. Anträge der Zugversammlungen, der Abteilungen und einzelner Mitglieder, die zur Diskussion und Abstimmung gestellt werden sollen, müssen eine Woche vor der Mitgliederversammlung schriftlich beim Oberst vorliegen.

Jede ordnungsmäßig einberufene Mitgliederversammlung ist ohne Rücksicht auf die Zahl der Erschienen beschlußfähig. Abgestimmt wird durch Handzeichen. Auf Antrag ist schriftlich abzustimmen. Zur Beschlußfassung ist die einfache Stimmenmehrheit erforderlich, soweit diese Satzung nicht anders bestimmt. Über die Mitgliederversammlungen und die gefaßten Beschlüsse ist ein schriftliches Protokoll zu führen.

§ 16

Aufgaben der Mitgliederversammlung

  • Wahl des Vorstandes und der zwei Kassenprüfer
  • Beschlußfassung über die Jahresrechnung
  • Entgegennahme der Berichte des Vorstandes und der Kassenprüfer
  • Entlastung des Vorstandes
  • estsetzung der Mitgliedsbeiträge
  • Durchführung von Veranstaltungen (Schützenfest etc.)
  • Änderung der Satzung
  • Änderung der Anzugsordnung
  • Entscheidung über Anträge
  • Auflösung der Bruderschaft

Zur Änderung der Satzung ist eine Mehrheit von 2/3 der gültigen abgegebenen Stimmen erforderlich. Stimmenthaltungen gelten als ungültige Stimmen.

§ 17

Festveranstaltungen

Als feste Veranstaltungen finden jährlich das Vogelschießen und das Schützenfest statt.

Beim Vogelschießen können alle angetretenen Mitglieder, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, um die Königswürde ringen. Das Königsschießen wird durch die Ehrenschüsse des amtierenden Königs, des Oberst und des Präses eröffnet.

Wer den letzten Rest des Vogels abschießt, wird vom Oberst vor den angetretenen Schützen zum König proklamiert. Der König erwählt sich die Königin und die Königsoffiziere. Der Hofstaat mit mindestens sechs Hofdamen wird vom Königspaar gestellt. Die Königin sollte mindestens das 18. Lebensjahr und die Hofdamen das 16. Lebensjahr vollendet haben. Das Gehalt des Königs wird vom Vorstand festgelegt. Der Tradition entsprechend soll das Schützenfest alljährlich am 2. Sonntag im Juli gefeiert werden. Für die Ausgestaltung und den Ablauf der Festtage ist der Vorstand verantwortlich.

Die Verhandlungen zur Verpachtung der Schänke für das Vogelschießen und das Schützenfest obliegen dem Vorstand. Die Verpachtung der Schänke beschließt der Vorstand gemeinsam mit dem erweiterten Vorstand in einer eigens einberufenen Sitzung. Dabei entscheidet die einfache Mehrheit der anwesenden Vorstandsteilnehmer. Sonstige Festveranstaltungen beschließen der Vorstand oder die Mitgliederversammlung.

§ 18

Kirchliche Veranstaltungen

Die Bruderschaft beteiligt sich in Uniform und mit Fahnen an der Pfingst-, Fronleichnams- und Laurentiusprozession. Die Bruderschaft läßt alljährlich am Tage der Mitgliederversammlung, am Schützenfest und am Christkönigstag eine hl. Messe für die lebenden und verstorbenen Mitglieder lesen. Zu der. Gottesdiensten sind alle Mitglieder geladen. Die Fahnenabordnungen nehmen in Uniform. Aufstellung. Die Bruderschaft beteiligt sich aktiv am kirchlichen Leben und an Veranstaltungen der Pfarrgemeinde.

§ 19

Begräbnisordnung

Am Begräbnis eines Schützenbruders sollen die Schützenbrüder, unter Voranführung der Bruderschaftsfahne, in Uniform teilnehmen. Für jedes verstorbene Mitglied läßt die Bruderschaft eine hl. Messe lesen.

§ 20

Auflösung der Bruderschaft

Über die Auflösung der Bruderschaft entscheidet eine Mitgliederversammlung, in der 2/3 aller Mitglieder anwesend sein müssen. Der Beschluß bedarf einer Mehrheit von 3/4 der gültig abgegebenen Stimmen. Sind nicht 2/3 der Mitglieder anwesend, so ist innerhalb eines Monats nach der Mitgliederversammlung eine neue Mitgliederversammlung einzuberufen, die in jedem Falle beschlußfähig ist.

Auch in diesem Falle ist eine 3/4 Stimmenmehrheit für den Auflösungsbeschluß erforderlich. Die Bruderschaft ist ohne Beschlußfassung aufzulösen, wenn die Zahl der Mitglieder unter sieben sinkt.

Im Falle der Auflösung des Vereins fällt sein Vermögen an die St. Laurentius-Pfarrei in Thüle, die das Vermögen bis zu 15 Jahren treuhänderisch für eine eventuelle Neugründung der Bruderschaft verwaltet. Diese muß das Vermögen unmittelbar und ausschließlich zu gemeinnützigen und mildtätigen Zwecken verwenden, jedoch etwaige Sachwerte, wie Fahnen, Königssilber, Degen und Gewehre sowie Urkunden und Protokollbücher aufbewahren. Über das Vermögen ist ein Inventarverzeichnis zu erstellen. Im Falle der Neugründung einer Bruderschaft in der Pfarrei mit der gleichen Zielsetzung, hat die Pfarrei das Vermögen an die neu gegründete Bruderschaft herauszugeben. Die neue Bruderschaft muß ebenfalls vom Finanzamt als gemeinnütziger Verein anerkannt sein.

§ 21

Inkrafttreten dieser Satzung und Ungültigkeit der alten Satzung

Diese Satzung wurde in der Mitgliederversammlung vom 5. März 1988 beschlossen und tritt mit der Eintragung im Vereinsregister in Kraft. Alle dieser Satzung vorausgegangenen älteren Satzungen und Beschlüsse sind hiermit aufgehoben.