Geschichte

Hier einige markante Daten der geschichtlichen Entwicklung der

St. Laurentius Schützenbruderschaft Thüle


1700 Um diese Zeit, da schon mehrere Jahrhunderte die Siedlung Thüle nachzuweisen ist, besteht mit großer Sicherheit im Ort bereits eine Bürger- oder Schützenwehr, gewachsen aus der Notwendigkeit, Haus, Hof und Ländereien der Mitbürger gegen Überfälle zu schützen.

1711 Der Thüler Bürger Hermann Menne, so berichtet die Schützenchronik, hat auf sein Ehrenwort erklärt, er habe eine Schützenfahne mit der Jahreszahl 1711 gekannt, die von einem Mitbürger Syring getragen worden sei. Ein anderer Bürger will die Jahreszahl 1811 in Erinnerung haben.

1844 Unter dem Datum des 2. Juni sind die ältesten Statuten bekannt, deren Protokoll wie folgt beginnt: "Versammelten sich am benannten Tage die Mitglieder des Schützenvereins zu Thüle und schlossen folgende Bedingungen resp. Artikeln, welche jedes Schützenglied unter den schon früher festgesetzten und noch bestehenden Verordnungen zu befolgen und zu beachten habe, ab, nämlich ..." Daraus ist zu folgern, dass auch schon vorher Statuten bestanden haben.

1877 wird bei den Franziskanerinnen in Salzkotten eine weiße Schwenkfahne für 60 Taler bestellt, die auf einer Seite das Herz Jesu und auf der anderen Seite das Herz Mariens zeigt.

1880 berichtet die Ortschronik, dass das Schützenfest aus Geldmangel ausfallen muss, ebenso 1881.

1884 baut man für 1000 Mark ein eigenes bewegliches Zelt mit Zeltleinen als Dach.

1892 schlägt ein Blitz in die Vogelstange, die damals noch auf dem sogenannten "Heideplatz" stand.

1896 wählt man die Gastwirtschaft Grundmeier zum Vereinslokal.

1911 wird am 9. und 10. Juli das 100-jährige Jubelfest gefeiert, indem man davon ausgeht, dass die älteste bekannte Fahne die Jahreszahl 1811 getragen hat. 11 auswärtige Vereine mit 423 Schützen nehmen an einem großartigen Festzug teil.

1914 verleiht man das vereinseigene Zelt nach Sennelager zur Unterbringung von Kriegsgefangenen. Bei einem orkanartigen Sturm wird es dort völlig zerstört.

1918 wird eine neue Sakramentsfahne angeschafft.

1931 fällt das bereits geplante Schützenfest wegen voraus gegangener Unwetter, die große Teile der Ernte vernichtet hatten, aus.

1934 Da die Schützenvereine sich auf Anordnung der Regierung einer Dachorganisation anschließen müssen, entscheidet man sich in Thüle für die St. Sebastian Schützenbruderschaft Leverkusen.

1937 tritt man dem Westfälischen Heimatbund in Münster bei und nennt sich fortan "Heimatschutzverein Thüle"

1940 - 1946 finden keine Veranstaltungen statt, da viele Schützenbrüder zu den Waffen gerufen werden und ihr Leben für Volk und Vaterland geben.

1947 Am 4. Mai hält man eine Versammlung ab, beschließt das Fortleben des Vereins und wählt Heinrich Ewers zum Oberst.

1948 Da Feuerwaffen von der Militärregierung verboten sind, konstruiert man eine Armbrust, mit der das Vogelschießen am 6. Mai durchgeführt wird.

1951 wird zum Schützenfest eine neue Fahne geweiht.

1961 feiert man am 9. und 10. Juli das 250-jährige Bestehen des Vereins, wobei man sich auf die Ausführungen des Herrn Dechant Dr.Wurm über das Schützenwesen im Paderborner Land beruft, die sich im "Heimatborn" Jahrgang 1933 befinden, und in denen die Gründung der Schützenbruderschaften in Thüle und Essentho im Jahre 1711 erwähnt sind. 18 auswärtige Vereine mit 24 Fahnen, 180 Offizieren und 810 Schützen sowie 6 Spielmannszüge und 3 Musikkapellen bilden einen Festzug durch das Dorf, der die ganze Gemeinde in seinen Bann zieht. Eine umfangreiche Festschrift mit umfassenden Informationen über die Gemeinde und und allen Bereichen spricht von der Bedeutung der Bruderschaft im Ortsgeschehen.

1963 wird die Bruderschaftsfahne beim Schützenfest entwendet und beschädigt wieder aufgefunden. Der ermittelte Täter stiftet eine neue Fahne.

1964 trifft man mit der Kriegerkameradschaft die Vereinbarung, jährlich im Wechsel ein Heimatfest zu feiern.

1966 beträgt die Mitgliederzahl am Jahresende 238.

1967 wird Hubert Schrewe zum neuen Oberst gewählt.

1972 Nachfolger des verstorbenen Oberst Hubert Schrewe wird Franz Rempe.

1974 beschließt man in der Generalversammlung, die Kompanie in zwei Züge aufzuteilen, um die Vereinsarbeit zu aktivieren.

1975 gelingt es dem Schützenkönig Heribert Hübner, auf dem Kreisschützenfest in Hörste den Vogel abzuschießen und damit die Ausrichtung des nächsten Kreisschützenfestes nach Thüle zu bringen.

1976 lässt man eine neue Schwenkfahne als Bruderschaftsfahne anfertigen.

1976 Am 4.und 5. September richtet die St. Laurentius Schützenbruderschaft das 19. Kreisschützenfest des Altkreises Büren aus. Der 4. September wird als Heimatnachmittag begangen mit Gottesdienst und großem Zapfenstreich nebst Feuerwerk am Abend. Der farbenprächtig Umzug am 5. September bilden über 4000 Schützen, 26 Tambourkorps, 10 Musikkapellen und 3 Fanfarenzüge - bewundert von ca. 20000 Besuchern.

1977 wird eine neu ausgearbeitete Satzung in der Versammlung am 17. Juni beschlossen.

1977 zählt die Bruderschaft 323 Mitglieder.

1978 Im Juni erfolgt die Eintragung der Bruderschaft als eingetragener Verein in das Vereinsregister beim Amtsgericht Paderborn.

1978 beträgt die Mitgliederzahl ca. 350.

1980 gelingt es Franz Wigge zum 3. Mal die Königswürde zu erlangen und wird damit zum Kaiser der Bruderschaft.

1982 konnt ein vereinseigener Schützenplatz in Anbindung an das Sportgelände an der Katharinenlinde erworben weden. Josef Kamp wurde neuer Oberst der Bruderschaft.

1983 wurde im Rahmen der Jugendarbeit eine Schießsportabteilung gegründet. Alois Mommert wurde zum Schießmeister ernannt.

1986 feiert die Schützenbruderschaft Thüle ihr 275 jähriges Bestehen auf dem neuen Festplatz an der Katharinenlinde.

1987 wird die Jungschützenabteilung gegründet, um die Nachwuchsarbeit zu fördern.

1996 wird eine neue Schwenkfahne als Bruderschaftsfahne geweiht.

1997 Heinz-Josef Lohre wird als Nachfolger von Josef Kamp zum Oberst gewählt.

2000 am 3. September gelingt es dem amtierenden Schützenkönig Ulrich Kamp, den Rest des Kreisvogels von der Stange zu schießen und das 44. Kreisschützenfest wieder nach Thüle zu holen.

2001 vom 1. bis 3. September richtet die St. Laurentius Schützenbruderschaft das 44. Kreisschützenfest des Altkreises Büren aus. Der 1. September wird als Heimatnachmittag begangen mit Gottesdienst und großem Zapfenstreich, sowie einer Lasershow am Abend. Die Teilnehmerzahl am Festumzug brach alle Rekorde.

2007 Heinz Sonntag wird als Nachfolger von Heinz-Josef Lohre zum Oberst gewählt.

2010 Der Festplatz am Stangenweg wird umfangreich umgebaut. Schotterrasen als stabiler Untergrund sowie komplett neue Wasser und Stromversorgungen werden im Untergrund eingebaut. Neue Wege, Bäume und ein umfangreiches Beleuchtungskonzept werden realisiert.

2011 Das Jubelfest wird in am neu gestalteten Schützenplatz gefeiert. Beim Kaiserschießen ist Sascha Modler erfolgreich und wird als Jubelkaiser geehrt.

2011 Im Herbst beginnt der Bau der neuen Schützenscheune am Stangenweg. Ein massiver Klinkerbau soll als Lagerscheune entstehen, um eigenes Material für die Feste ortsnah zu lagern.

2012 Zum Vogelschießen wird die neue Schützenscheune von Pastor Beisler eingeweiht. Sie passt sich hervorragend in das Gelände ein und ist ein echter Blickfang geworden.